Glaskunst im Haus am Baum in Trier

Martin darstellen!

Es gibt unzählige bemerkenswerte  Darstellungen von diesem bemerkenswerten Menschen Martin.

Hier werden wir im Laufe der Zeit eine Sammlung dieser Zeugnisse anhäufen und diese Kompilation interessanter Fundstücke ständig erweitern.

St. Martin Darstellungen zwischen Muhl und Wasserbillig

Trier
Mosaik
Künstler: B. Jansen, ca 1914
St. Martin-Kirche Trier,  

Foto: W. Raab
Es zeigt den hl. Martin vor einem goldstrahlenden Hintergrund hoch zu Ross, der seinen Soldatenmantel mit dem Schwert zerteilt, um dem vor ihm knieenden Bettler den halben Mantel zu schenken, damit er nicht erfriert. Das Pferd ist das Erkennungszeichen für den römischen Soldaten/Offizier geworden – es ist auf den meisten Martinsdarstellungen zu finden.

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Trier
Glaskunst
Künstler: Adolf Herres, 1914
St. Martin-Kirche Trier,


St. Martin-Kirche Trier, 
Foto. W. Raab

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Trier
Federzeichnung
unbekannter Künstler, Ende 12. Jahrhundert
Stadtbibl. Trier,

 aus der Martinsvita, dem Liber Florum des Thiofrid von Echternach beigebunden, cod. 1378/103 4° 
Foto: Anja Runkel

Igel
Holzschnitzerei
Künstler: Dragan Nelowski
Alte Kirche Igel

Hergestellt in Ohrid, Nord-Mazedonien,2024.
Dragan Nelowski ist ein Künstler aus Nord-Mazedonien, der vor allem Schnitzereien von Heiligen aus dem osteuropäischen Raum herstellt.

Hermeskeil
Standbild aus rotem Sandstein
Matthias Müller, 1969

Martinus-Standbild in der Stützmauer vor Forstamt Hermeskeil
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Fell
Holzstatue St Martin mit Gans
Künstler: unbekannt. vermutlich 1865-1868
Foto: W. Raab

katholische Pfarrkirche St. Martin in Fell (Mosel)

Trier
Glaskunst
Künstler: unbekannt, um 1900

Haus am Baum

Trier
Steinrelief in der Porta Nigra
Künstler: Bildhauer Josef Amlinger um 1760

Foto: HG Reuter

Trier
Steinplastik
Künstler: unbekannt,  1752

ehemaliger Hof der Abtei Sankt Martin Trier-West / Pallien

Schweich
Wandgemälde
Kölner Atelier Johann Schneider 1905-06
Kirche St. Martin in Schweich

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Fotos: W. Raab

Trier
Holzstatue
Künstler: unbekannt

ehemalige Kirche in Pfalzel

Morscheid
Holz/Gipsstatue 
Künstler: unbekannt, 1864/65

Morscheid, katholische Pfarrkirche St Martin

Mertesdorf
Gemälde Acryl
Künstler: Werner Persy, 1997

Wandgemälde in der Martinskirche in Mertesdorf,
Foto: W. Raab

Darstellungen außerhalb unseres betreuten Weges

Bonn
Metallplastik

Künstler: Ernemann Sander
am Bonner Münster,
Foto: Leif Hofheinz

Martins Eintreten für Priszillian vor dem Kaiser Maximus

Leutkirch
Fresko

Künstler: Albert Burkart
Martinuskirche in Leutkirch,
Foto: Roland Rasemann

                          Altarbild in Trier-St. Martin, gefertigt 1914 von B. Jansen, Foto W. Raab
Zwei unterschiedliche Darstellungen in einer Kirche:
St. Martin in Trier.
Martin als Soldat, der mit dem Bettler den Mantel teilt - Martin als Bischof von Tours mit Gans.
Altarbild und ein Fenster in Trier- St. Martin
Das Mosaik des Kirchenpatrons im Hochaltar der neoromanischen Kirche St. Martin im Trierer Maar-Viertel, heute Teil der Pfarrei St. Paulin, entstand 1914. Es zeigt den hl. Martin vor einem goldstrahlenden Hintergrund hoch zu Ross, der seinen Soldatenmantel mit dem Schwert zerteilt, um dem vor ihm knieenden Bettler den halben Mantel zu schenken, damit er nicht erfriert. Das Pferd ist das Erkennungszeichen für den römischen Soldaten/Offizier geworden – es ist auf den meisten Martinsdarstellungen zu finden. Seltener ist die Gans als Begleittier des Bischofs Martin, eher im ländlichen Bereich anzutreffen. Einer mittelalterlichen Legende nach verrieten schnatternde Gänse Martin, der sich in einem Gänsestall versteckt hatte, weil er nicht Bischof von Tours werden wollte. In der Trierer Kirche St. Martin finden wir sie auch: eine kleine blaue Gans zu Füßen des Bischofs im Martinsfenster. Es ist wohl einmalig, dass an einem Ort die beiden Begleittiere des hl. Martin, seine Erkennungszeichen (Pferd und Gans), dargestellt sind.
Die Begegnung mit Christus - im Bettler und in der Traumvision - bleibt eine grundlegende Erfahrung in Martins Leben. Martin lässt sich taufen – fürwahr ein Christusnachfolger, s. Dialog III, 10,5
Die ganz alten und die neuesten Darstellungen zeigen den hl. Martin, der vom Pferd abgestiegen ist und sich auf einer Ebene mit dem Bettler befindet. Durch das Herbsteigen vom hohen Ross und das Zerschneiden seines Soldatenmantels gibt er seinen hohen sozialen Status auf. Und nimmt den Spott seiner Mitmenschen in Kauf.
Der Arme, der am Wegrand beim Stadttor bettelt, wurde ursprünglich als „nackter Bettler“ abgebildet, wie es im Text heißt. Später wird er zeitgemäß als krank, gelähmt, beinamputiert, mit Aussatz behaftet dargestellt.
Hans-Georg Reuter


St. Martin-Kirche Trier, Künstler Adolf Herres 1914. Foto: W. Raab


Sehr viel seltener als die Mantelspende ist in der bildenden Kunst die Christusvision dargestellt. Martin ruht auf seinem Lager. Sein Schwert, der Helm, die Hellebarde. die Lanze und der Wappenschild sind Randfiguren: sie kennzeichnen den Schlafenden als den Soldaten Martin. Wichtig ist der Augenkontakt von Martin und Christus. Jesus Christus in der Mandorla zeigt die Mantelhälfte, die Martin dem Bettler geschenkt hatte. „Alsbald hörte er Jesus laut und deutlich zu der Menge der umstehenden Engel sagen: Martin, der noch Katechumene (Taufbewerber) ist, hat mich mit diesem Gewand bedeckt“ (Vita Martini, 3,3). Die Konsequenz aus dieser Vision: Martin lässt sich taufen. Sein Leben ist neu orientiert.
Beide Wandgemälde haben den gleichen gemalten Rahmen und den gleichen dunkelroten Hintergrund; sie gehören zweifellos zueinander. Die Mantelspende ist ohne ihre Fortsetzung unvollständig. In der Schweicher Martinskirche hat man dafür eine gute Lösung gefunden.
Hans-Georg Reuter

Wandgemälde
in der Kirche St. Martin in Schweich
Kölner Atelier Johann Schneider 1905-06
Fotos: W. Raab

An der Stirnwand der beiden Seitenschiffe sind zwei Szenen aus Martins Leben dargestellt, die zusammenhängen: links die Mantelteilung, rechts die Christusvision im Traum.
Ein jugendlicher Reiter, gerüstet wie ein mittelalterlicher Ritter ohne Kopfbedeckung (dafür mit einem Heiligenschein) auf einem bräunlichen Ross reitend. Er zerschneidet mit dem Schwert seinen braunen Mantel. Vor ihm der Bettler, in Lumpen gekleidet. Er hält schon die Hälfte von Martins Mantel in beiden Händen. Die Blicke der beiden sind einander zugewandt.

Diese Sammlung wird ständig erneuert / Alle Schutzrechte der Abbildungen liegen bei dem in der Legende aufgeführten Künstler bzw. Fotografen. / Diese Sammlung wird ständig erneuert Alle Angaben ohne Gewähr. Alle Schutzrechte der Abbildungen liegen bei dem in der Legende aufgeführten Künstler bzw. Fotografen.

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