Nord-,Mittel- und Südroute
Der Europarat hat 2005 dem Heiligen Martin als einer „europäischen Persönlichkeit, Symbol fürs Teilen, der gemeinsame Werte verkörpert“ einen „Europäischen Kulturweg St. Martin von Tours“ gewidmet. Mit dem Begriff „Europäische Kulturstraße“ ist ein Weg bezeichnet, der durch mehrere Länder führt, die sich mit gemeinsamen Themen befassen, die wegen ihres geschichtlichen, künstlerischen und sozialen Interesses europäisch sind. Die Europäischen Kulturstraßen verfolgen drei Hauptziele:
Die gemeinsame kulturelle Identität der europäischen Bürger sichtbarer, wertvoller und im täglichen Leben lebendiger machen,
das europäische Kultur-Erbe zu erhalten und aufzuwerten,
im Interesse einer verbesserten Lebensqualität und im Interesse der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung den Bürgern Europas in ihrer Freizeit neue Möglichkeiten des Kulturtourismus anzubieten.
Der Europäische Kulturweg St. Martin führt von seiner Geburtsstadt Szombathely in Ungarn zu seiner Grabeskirche in Tours. Das Netzwerk der Centres Culturels Européens St. Martin in Tours hat seit 2008 vier Strecken dieses Kulturwegs ausgebaut.
Eine Route verläuft südlich der Alpen durch Orte, an denen der Heilige Martin in der ersten Hälfte seines Lebens gewesen ist. Die sog. Mittelroute (über 2500 km lang) führt von Ungarn über Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien nach Frankreich, wo Martin als Seelsorger tätig war. In Deutschland wurde sie von der St. Martinusgemeinschaft in Rottenburg entwickelt. Dort hat man 2009 dem Bischof Pilgerwege geschenkt, die alle Martinsgemeinden im Bistum Rottenburg-Stuttgart miteinander verbinden. Gute Kontakte nach Szombathely riefen den Gedanken an eine Mittelroute wachwerden (eine weitere Nordroute ist angedacht). 2014 wurde das Kulturzentrum St. Martin e.V. in das Europäische Netzwerk der Kulturzentren aufgenommen.
Homepage der Martinusgemeinschaft: www.martinuswege.eu. mit exakter Wegbeschreibung der Mittelroute und vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten.
Ausschnitt Mittelweg um Bistum Trier
Historisch belegte Martinsorte an diesem neuen Martinusweg sind dabei Worms, Trier, Niederanven. Sie sind Kernpunkte der „Via Treverorum“, die in 17 Etappen vom Rhein zur Sauer 275 km durch das Bistum Trier führt. Von Worms/Mainz kommend beginnt sie in Bingen und geht über Guldental/St. Martin, Bad Kreuznach (Caritas/Diakonie), Sponheim/St. Martin, Martinsstein, Rhaunen/St. Martin, Hermeskeil/St. Martinus, Hinzert, Morscheid/St. Martin, Mertesdorf/St. Martin nach Trier (ein Stadtgang führt dort zu den historischen Martinsorten und zu sozial- karitativen Einrichtungen), geht weiter über Trier-Zewen/St. Martinus nach Wasserbillig/St. Martin (Luxemburg). Eine Schleife von Mertesdorf über Fell, Riol, Schweich, Trier-Pfalzel führt zu fünf Martinskirchen im Umkreis von Trier.
Bei der Erstellung der Wegführung durch unser Bistum wurde darauf geachtet, dass die schöne Landschaft von Hunsrück, Nahe- und Moseltal, ebenso wie Kunst und Kultur und Wein unterwegs genossen werden kann. Aber der Weg führt auch an nachdenklich stimmende Orte und durch arme Wohngebiete. Der Martinusweg ist ein Fernwanderweg; aber er erfüllt seinen Sinn schon, wenn Menschen auch nur kurze Strecken gehen, um Martinsorte mit ihren sozialen und kulturellen Einrichtungen kennenzulernen und sich darin zu bestärken, heute im Sinne des hl. Martin zu wirken: Die Welt braucht mehr Martinus!
Übersicht des gesamten Streckenabschnittes, der von uns betreut wird.
Wenn Sie bei den aufgeführten Etappen auf den "Karte" Button klicken, öffnet sich eine Karte zu dem jeweiligen Teilabschnitt. Um Ihren Standort immer zu verfolgen, verfahren Sie wie folgt: